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Erfolgsfaktoren für den Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre

30.03.2017  

Heute bin ich auf der 12. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung in Hannover und diskutiere in einem Vortrag Erfolgsfaktoren für den Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre. Dabei gehe ich auf drei aus meiner Sicht zentrale Herausforderungen ein.

  1. Neue Metaphern für digitale Lehr-/Lern-Arrangements entwickeln. Die mit dem Begriff E-Learning verbundene Vorstellung der unidirektionalen Vermittlung von Wissen muss ergänzt werden um die konstruktivistische und konnektivistische (Siemens, 2005) Sichtweise auf Lehren und Lernen, die auf eine offene Community von Lernenden setzt, die problembasiert lernt und dabei Wissen austauscht und weiterentwickelt. Auf dieser Basis können neue didaktische Settings entwickelt und bewertet werden.
  2. Grundlagenwissenschaftliche Ergebnisse in die Praxis transferieren. Die auf der Basis von Grundlagenforschung entwickelten fundierten Lehr-/Lern-Methoden müssen sichtbar und für die Praxis verfügbar gemacht werden. Gleichzeitig muss analysiert werden, welche Spuren hiervon schon in der aktuellen Hochschullehre zu finden sind, inwieweit diese mit Technologie unterstützt werden und welche zukünftigen Trends berücksichtigt werden müssen.
  3. Hochschullehre nach außen öffnen. Bildung lässt sich unter den Bedingungen einer digitalen Gesellschaft nicht mehr nur beschreiben als die Entwicklung intellektueller, kultureller, sozialer und lebenspraktischer Fähigkeiten mit dem Ziel einer reflektierten Beteiligung an der Gesellschaft. In einer digitalen Gesellschaft muss sich Bildung auch auf die Fähigkeit beziehen, individuelle (kognitive, soziale und motivationale) Ressourcen digital zu augmentieren, d.h. digitale Ressourcen, Werkzeuge und Prozesse bildungsbezogen zu nutzen. Das hat weitreichende Konsequenzen für die theoretische Konzeption Hochschulbildung und die sich daraus ergebende Gestaltung wirksamer, d.h. lernförderlicher Lehr-/Lern-Arrangements einschließlich der dazu notwendigen Grundlagen- und Anwendungsforschung.

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