Stress beim Hausarbeit schreiben? Ich habe 10 Tipps für Sie.

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10 Tipps für erfolgreiches Schreiben

28.09.2014  

Hausarbeiten, Berichte, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten – die meisten Studierenden müssen während ihres Studiums Text produzieren. Für viele ist das eine Hürde, und schon so mancher Text ist wohl nur unter hohem Zeitdruck oder in einer langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten fertig geworden. Deshalb: Meine 10 Tipps für erfolgreiches Schreiben.
  1. Worum geht’s? Machen Sie sich Notizen zur zentralen Idee und zur Struktur Ihres Textes, z.B. in dem Sie Überschriften für Kapitel und Abschnitte notieren. Dann fällt es leicht, die einzelnen Abschnitte zu füllen.  Notieren Sie Stichworte, welche Inhalte in welchen Abschnitt kommen sollten. Das ist eine gute Möglichkeit, um durcheinander geratene Aufschriebe, Ideen und „mentales Chaos“ zu ordnen.
  2. Schaffen Sie sich einen geeigneten Schreibort! Für manche ist das der eigene Schreibtisch, für andere die Universitätsbibliothek, andere können in einem Café oder im Grünen am besten schreiben. Sorgen Sie dafür, dass Sie mindestens 45 Minuten am Stück ohne Unterbrechung schreiben können. Schalten Sie Ihr Handy auf lautlos, schließen Sie Facebook und vermeiden Sie andere Unterbrechungen. Danach fördert eine kurze Pause die Konzentration. Und: Trinken Sie genügend und achten Sie auf ausreichend frische Luft.
  3. Planen Sie feste Schreibzeiten. Wenn Sie längere Texte produzieren müssen, oder regelmäßig schreiben, dann helfen festgelegte Zeiten, in denen Sie schreiben. Notieren Sie diese Zeiten als feste Termine im Kalender, z.B. jeden vormittag zwischen 9 und 12 Uhr. Viele Menschen haben hier ein Leistungshoch. Oder planen Sie abends Zeit ein, wenn Sie dann wahrscheinlich weniger abgelenkt werden. Wenn Ihnen zwischendurch wichtige Einfälle kommen, notieren Sie diese auf einem Blatt Papier oder einem Notizbuch und nehmen Sie sich beim nächsten „Schreibtermin“ ausreichend Zeit, um die Idee zu integrieren.
  4. Keinen Wortmüll produzieren! Vermeiden Sie Füllwörter (eigentlich, gewissermaßen), doppelte Formulierungen (Prozess des Lernens, teilnehmende Versuchspersonen) und redundante Aussagen. Formulieren Sie präzise und genau. Vermeiden Sie umgangssprachliche Formulierungen und „Meta-Kommentare“ (Nach dem ich jetzt XYZ erklärt habe, gehe ich im nächsten Abschnitt auf Z ein.).
  5. Aktiv statt Passiv. Vemeiden Sie passive Konstruktionen und Nominalisierungen: Es wurde an den Probanden eine Blutdruckmessung durchgeführt. Formulieren Sie stattdessen aktiv: Der Versuchsleiter maß den Blutdruck der Probanden. Verwenden Sie wenn immer möglich ein Verb (messen) statt eines Nomens (Messung). Und: Nebensätze und ausführliche Satzeinleitungen lassen sich meistens präziser formulieren (Es ist zu untersuchen, ob … ).
  6. Frage und Antwort! Ihr Text sollte eine eindeutige Fragestellung (z.B. Hypothesen) beinhalten. Prüfen Sie am Ende, ob alle Fragestellungen auch wirklich hinreichend beantwortet wurden. Stellen Sie sicher, das Ihr Text hält, was er verspricht und dass die LeserInnen nicht mit offenen Fragen allein gelassen werden.
  7. Kritische Überarbeitungen einplanen! Bleiben Sie Ihrem eigenen Text gegenüber kritisch. Profis wissen, dass die meiste Arbeit beim Schreiben in der Überarbeitung der eigenen Texte liegt. Erlauben Sie sich, die erste Textversion ins „Unreine“ zu schreiben und überarbeiten Sie Ihren Text dann konsequent. Gönnen Sie sich etwas Abstand vom Text. Dann fällt es Ihnen leichter, den Text unvoreingenommen zu korrigieren.
  8. Holen Sie sich Feedback! Lassen Sie andere Ihren Text lesen, und bitten Sie um Rückmeldung. Überlegen Sie dabei, wer Ihnen welche Rückmeldung geben kann. Eine Person, die sich im Thema auskennt wird vermutlich auf andere Dinge achten, als einer Person, die noch wenig Vorwissen hat.
  9. Halten Sie sich an die Regeln! Meistens gibt es genaue Vorgaben, wie Ihr Text formatiert sein soll. Das gilt für Hausarbeiten und Berichte, genauso wie für wissenschaftliche Zeitschriften. In der Psychologie gibt es zum Beispiel den APA-Style (APA steht für American Psychological Association). Hier ist genau festgelegt, wie statistische Ergebnisse dargestellt werden müssen, oder wie Zitationen aussehen müssen.
  10. Rechtzeitig anfangen! Manche behaupten, Sie könnten unter Druck am besten arbeiten. Probieren Sie mal aus, was passiert, wenn Sie eine Woche vor dem Abgabetermin fertig sind.

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Johannes Moskaliuk arbeitet als Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Wissensmedien und als Hochschullehrer an der International School of Management. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist digitales Lernen und Arbeiten. Außerdem ist er Geschäftsführer der ich.raum GmbH und arbeitet als Business-Coach mit einem Schwerpunkt auf wertorientierter Führung und Kommunikation.



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