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Mein lieber Frau Gesangsverein

6.August 2013  

Eine moderne Organisation sollte sich in allen internen und externen Texten um eine geschlechtergerechte Sprache bemühen. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich alle, die den Text lesen (KundInnen, Mitarbeitende, Geschäftspartner), in gleicher Weise angesprochen fühlen. Ein Argument für diese Entscheidung und eine konkrete Strategie lesen Sie in meinem aktuellen Beitrag auf wissensdialoge.de. Der Titel des Beitrags ist geklaut von bildblog.de

Beispiel: Universität Leipzig

Die Universität Leipzig hat Anfang Juni für Furore gesorgt, mit der Ankündigungen, in offiziellen Dokumenten weibliche Funktionsbezeichnungen statt männliche zu verwenden. Prompt finden sich Überschriften, die z.B. Anreden wie „Sehr geehrter Herr Professorin“ befürchten. Alles ein großes Missverständnis. Und zwar in zweierlei Hinsicht: Ersten gilt das nur für die Grundordnung der Universität, und zwar nur für dieses Dokument – wie die Rektorin der Universität jetzt klar gestellt hat. Es wurde entschieden, dort statt der üblichen, meist männlichen Form, in der sich die weibliche Schreibweise mit einer Fußnote begnügen muss – die weibliche Form zu verwenden. Zweitens hat aus sprachlicher Sicht noch nie ein Problem bestanden, eine Frau, die Professorin ist, grammatikalisch korrekt zu beschreiben. So ist natürlich auch weiterhin eine Frau Professorin, Mutter, Schwester und Fussballerin und ein Mann Professor, Vater, Bruder und Krankenpfleger. Und: Es ist weder nötig noch sinnvoll von schwangeren Frauen und Männern, oder von den Fussballern des Frauenfussballteams zu sprechen oder zu schreiben. Relevant wird die Frage nur, wenn in einem Text Frauen und Männer gleichermaßen gemeint sind, und das auch in der Sprache zum Ausdruck kommen soll. weiterlesen

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