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Fünf Statements zur MOOC-Didaktik

8. April 2013  

Heute startet der COER13, ein Offener Online Kurs zum Thema „Offene Bildungsressourcen“. Mehr Infos unter coer13.de. Deshalb zum Auftakt ein Rätsel für alle, die fit sind in Sachen MOOC-Didaktik, Lerntheorien und pädagogischen Konzepten: Wer hat folgende fünf Statements formuliert und wann wurden sie publiziert? Damit es nicht ganz so einfach ist, habe ich die Statements  (ziemlich frei) vom Englischen ins Deutsche übersetzt.

  1. Lernen braucht gemeinsame Aktivitität. Artefakte und Objekte mediieren diesen kollektiven Prozess.
  2. Die Widersprüche, die im Laufe der gemeinsamen Aktivität entstehen, sind Motor für Veränderung und Entwicklung.
  3. PraktikerInnen entwickeln sich gemeinsam weiter. Diese Art zu Lernen ist historisch betrachtet neu.
  4. Der Schritt vom Abstrakten zum Konkreten ist das zentrale Tool für erfolgreiches Lernen.
  5. Lernen passiert im Zyklus von Weiterleiten, Vermitteln, Aufnehmen und Analysieren innerhalb eines Systems.

P.S.: Ich bin mit im Team der Veranstalter, habe aber Sorgen, bald als Lurker raus geschmissen zu werden. Mein Lurken liegt vor allem daran, dass meine für nicht-wissenschaftliche Tätigkeit zur Verfügung stehende Zeit mit der Konzeption und Umsetzung meines zweiten MOOC-Projekts http://www.ichkurs.de gefüllt sind, und außerdem zwei andere Projekte gerade in die heiße Phase gehen.

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3 Responses

  1. christian berger sagt:

    weiss zwar nicht von wem die zitate stammen, aber die Behauptung in Punkt 3 dass diese Art von Lernen neu wäre ist definitiv flasch. Zumindest praktizieren das die FreinetpädagogInnen selbstorganisiert seit mehr als 50 Jahren:) Neu kann sich also nur auf die Verwendung des Tools Internet beziehen. Im prinzip handelt es sich ja nur um eine vortuelle Community of practice und Lave/Wenger haben die Prinzipien auch schon vor geraumer Zeit beschrieben – allerdings auch gleich dazu gesagt, dass es sich da um nichts neues handelt…Praktiker haben sich immer schon gemeinsam weiterentwickelt. Bloss weils keine Theoretiker beschreiben hat ists noch lange nicht neu:)) oder was war damit gemeint?

  2. Andreas Link sagt:

    hm, mich erinnert es auch an Wenger.
    Könnte was von Allan Macpherson sein, Titel weiss ich nicht mehr genau, irgend was mit ’social construction of knowledge‘, Mitte 2000er?
    Mal schaun …

    Andreas

  3. Johannes Moskaliuk sagt:

    @Christin Berger stimme Dir zu. Ich finde es interessant, dass immer wieder mal Menschen sagen, irgendwas wäre neu. Uns irgendwie neu ist ja auch.

    @Andreas Link nicht ganz … Zeitraum stimmt fast. Ist 1999 erschienen. Allerdings als Zusammenfassung eines Buches von 1987 😉

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