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Open Courses reloaded* | Vier Thesen

25. September 2012  

In diesem Blogbeitrag stelle ich vier Thesen zum Einsatz von MOOCs auf und stelle meine persönliche Roadmap vor: Als einer der ersten in Deutschland habe ich letzte Jahr einen Blended Open Course durchführt, den #ocwl11. Der Open Course Worksplace Learning (#ocwl11) hat ein Seminar an der Universität Tübingen zum Thema Organisationales Lernen und Wissensmanagement nach außen hin geöffnet.So wurde aus dem Kurs mit knapp 200 Teilnehmenden eine spannende pädagogische Innovation.

Für mich war der Kurs auch der Auftakt zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Konzept MOOCs, also Massive Open Online Courses, die Tools und Dienste des Web 2.0 für eine konsequente Vernetzung von Lernenden und Lerninhalten nutzen. Sehr anregend war für mich die Teilnahme an der Abschlussveranstaltung des #opco12 in Frankfurt. Mein persönliches Fazit sind vier Thesen, zum Einsatz von MOOCs:

1.) Unternehmen in die Entwicklung von Inhalten einbinden

Mit dem Blended Open Course habe ich zwei Systeme integriert: Das geschlossene System Hochschule und das offene, selbstgesteuerte System Web 2.0. Im nächsten Schritt gilt es nun, Unternehmen einzubinden. Unternehmen sind wichtige Stakeholder, wenn es um die Identifikation relevanter Inhalte und Kompetenzen geht, die Studierende für einen späteren Beruf mitbringen sollen.

2.) Finanzierungskonzepte entwickeln

Wer finanziert einen Open Course? Die Hochschulen, um ihrem Bildungsauftrag gerecht zu werden? Die Unternehmen, um sich gut ausgebildeten Nachwuchs zu sichern? Die Nutzer, um Zugang zu einer Community zu erhalten? Sponsoren, die ihre Produkte platzieren möchten. Die tragfähigste Lösung ist wahrscheinlich eine Integration mehrere Finanzierungsmöglichkeiten.

3.) Themenspektrum erweitern

Wir brauchen mehr offene Kurse, in denen es um Themen geht, die weder mit Technik und Medien, noch mit Bildung und Lernen zu tun haben. Das sich das Web 2.0 eignet, um etwas über das Web 2.0 zu lernen leuchtet ein. Die Frage nach dem Mehrwert webbasierten, offenen Lernens für die unterschiedlichsten Lerninhalte muss beantwortet werden.

4.) Breite Nutzerschichten ansprechen

Das Web 2.0 baut auf Partizipation, vergrößert damit aber auch ungewollt die Schere zwischen Menschen, die das Web als Informations- und Wissensressource nutzen, und denen die außen vor bleiben. Deshalb ist die zentrale Herausforderung, auch Nutzer anzusprechen, die das Web bis jetzt nicht oder kaum für Lernen und Bildung genutzt haben.

Meine persönliche Roadmap 

Mein Ziel für diesen Herbst ist, auf Basis dieser vier Thesen ein neues Konzept für einen Open Course zu entwickeln, dass alle vier Thesen adressiert: Unternehmen einbinden, Finanzierungskonzept entwickeln, Themenspektrum erweitern und breite Nutzerschichten ansprechen.

*Titel geklaut von Dörte Giebel

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1 Response

  1. […] neues MOOC-Projekt: Letztes Jahr im September habe ich mir auf meine persönliche Road-Map in Sachen MOOCs […]

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