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Wikipedia in der Schule – Studierende unterrichten Schüler

10. Januar 2012  

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung im Diplomstudiengang Psychologie, die ich dieses Semester an der Universität Tübingen anbiete, bereiten Studierende Unterichtsstunden für SchülerInnen zum Thema Wikipedia vor. Die Studierende erarbeiten gemeinsam Unterrichtsentwürfe, in denen Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 den Umgang mit nutzergenerierten Inhalte im Internet üben.

Die praxisorientierte Lehrveranstaltung ist Teil des Anwendungsfaches Pädagogische Psychologie und Medienpsychologie. Die Studierende können ihre Kenntnisse über netzbasierte Wissens- und Kollaborationsprozesse vertiefen und Konzepte für die Gestaltung kooperativer Lehr-Lernszenarien anwenden. Außerdem werden die Unterrichtsstunden evaluiert, um den Lernerfolg zu messen, und Verbesserungspotential in der Konzeption der Module zu erheben.

In den Unterrichtsentwürfen geht es z.B. um den Einsatz von Wikipedia als Quelle für Hausaufgaben und Referate, die Bedeutung des Urheberrechts, die Bewertung der Qualität von Inhalten im Web und das Erstellen eigener Texte. Die Studierende werden beim Erarbeiten der Unterrichtsentwürfe von erfahrenen Referenten (Kilian Kluge und Elly Köpf) von Wikimedia e.V. unterstützt. Der gemeinnützige Verein fördert freies Wissen und unterstützt hauptsächlich den Betrieb und die Weiterentwicklung der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Seit einem Jahr baut der gemeinnützige Verein ein Netzwerk von Referentinnen und Referenten auf, die in Schulen Unterrichtsstunden, Projekttage und Fortbildungen für Lehrerende durchführen.

Die entwickelten Unterrichtsmodule werden in der Praxis erprobt. Im Januar sind die Studierenden in der Mörike Schule in Tübingen zu Gast und unterrichten in den Klassen 7 und 8. Alle Unterrichtsmodule setzen auf eine aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Um das Prinzip der Wikipedia zu verstehen, wird z.B. die Tafel zu einem Wiki umfunktioniert: Je nachdem welche Zahl mit einem großen Würfel gewürfelt wird, darf ein Schüler den Text an der Tafel verändern, Fehler korrigieren oder einbauen, oder einen eigenen Text ergänzen. So wird die Idee hinter der Wikipedia verdeutlicht – ein Text an dem viele mitschreiben und der deshalb nicht immer fehlerfrei ist.

Die erarbeitete Methoden und Unterrichtsentwürfe stehen nach Abschluss der Lehrveranstaltung ab März 2012 frei im Netz zur Verfügung.  Der Evaluationsfragebogen und die entwickelten Unterrichtsmodule werden dann von Wikimedia Deutschland e.V. weitergenutzt.

Bild by Elly Koepf (WMDE) (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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2 Responses

  1. Reinhold Engelhardt sagt:

    Sie wissen schon, dass einer dieser Referenten (Herr Harald Krichel) als sog. Administrator bei Wikipedia mitarbeitet und Lehrkräfte verfolgt (z. B. indem er ihnen antisemitisches Zeugs andichtet)? Ich bin Lehrer für Deutsch und Geschichte in Schleswig-Holstein und Opfer dieser völlig unseriösen Verfahrensweise, die zudem deutschem Datenschutzrecht völlig konträr läuft…da wird von Herrn Krichel eine permanente „Schurkenliste“ vorgehalten, die von jedem einsehbar ist, also in meinem Fall eine Art „Rufmord“. Wenn Sie so etwas unterstützen wollen sei Ihnen das unbenommen.

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