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Alexa Skill Verbesserungskata von Toyota als Minimum Viable Product

14. September 2018  

Heute wurde unser Alexa Skill zum Verbesserungskata freigeschaltet. Nach einigen Schleifen und einer ziemlichen steilen Lernkurve freue ich mich sehr darüber. Um es gleich vorweg zu nehmen: Technisch ist der Skill nicht besonders innovativ. Er stellt (in einer festgelegten Reihenfolge) einige Fragen an den Nutzer oder die Nutzerin und führt so durch ein Coaching-Pattern, bei dem wir uns am Improvement Kata von Toyota orientiert haben.

Diesen Skill würde ich als Minimum Viable Product bezeichnen, also die erste Version eines Produkt, die gerade so funktioniert. Das Ziel: Damit können wird mit überschaubarem technischen Aufwand ausprobieren, ob unsere Idee funktioniert und uns Feedback einholen. Das Konzept des Minimum Viable Product stammt aus der Lean Startup-Idee. Ein schnell und einfach erstelltes Produkt wird nur mit den nötigsten Kernfunktionen ausgestattet, um „ein Gefühl dafür zu bekommen“, ob die Idee funktionieren könnte. Damit kann sichergestellt werden, das nichts entwickelt wird, was keiner braucht und nutzt.

Deshalb lade ich Sie ein, den Alexa Skill zum Verbesserungskata zu testen:

  • Ist die Anwendung des Skills klar?
  • Würden Sie den Skill in Ihrem Arbeitsalltag nutzen?
  • Wie verändert sich die Fragestellung, wenn Sie diese „mit dem Skill“ besprechen?
  • Was müsste sich verändern, damit Sie den Skill nutzen?
  • Welche Fehler und Probleme sehen Sie?

Ich freue mich über Ihre Rückmeldung. 

Wie geht’s weiter?

Die Version 2 des Skills wird sicher bald online gehen. Wir werden die Flexibilität des Skills weiterentwickeln, so das noch mehr Fragen und Aspekte berücksichtigt werden und der Skill auch Nutzerfragen beantworten kann, die in der jetzigen Version noch ins Leere laufen. Außerdem arbeiten wir gerade daran, den Skill auch noch auf anderen Plattformen (die teilweise andere Interaktions- und Nutzungskonzepte verfolgen) zu veröffentlicht. Eine Version für den Google Assistant (denn Sie auch ohne zusätzlich Hardware auf einem Smartphone nutzen können) ist gerade in Arbeit und wird wohl die nächsten Tage online gehen.

Das Projekt leadership356.de | Führungskräfte-Entwicklung in digitalen Zeiten

Den Alexa Skill haben wir im Rahmen des Projektes leadership365.de entwickelt. Hier sind wir dabei, einen digitalen Leadership-Coach an den Start zu bringen, der Führungskräfte bei Fragen zum Thema Führung und Kommunikation berät und coacht. Die Idee hinter dem digitalen Leadership-Coach ist, einerseits Expertenwissen zum Thema Führung und Kommunikation in sogenannten Pattern für die Praxis verfügbar zu machen. Eine konkrete Frage aus dem Führungsalltag wird mit einer ebenfalls konkreten Lösung beantwortet. Hier ist der digitale Leadership-Coach also ein Lern- und Entwicklungsbegleiter im Führungsalltag.

Anderseits geht es darum, auch Coaching-Prozesse zumindest teilweise digital abzubilden. Unsere ersten Erfahrungen sind ziemlich verblüffend: Menschen sprechen einige Minuten mit einem virtuellen Coach (vom dem sie wissen, dass es sich eigentlich um ein technisches System handelt) und erleben dessen Fragen und Anregungen dennoch weiterführend und zur Reflexion anregend. Das finde ich auch aus einer wissenschaftlichen Perspektive spannend und werde diese Thema in den nächsten Monaten weiter vertiefen.

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